RIVACON-Beratungsleistungen: Regulatorische Anforderungen

Regulatorische Anforderungen

 

Die regulatorischen Anforderungen an Unternehmen, die auf Kapitalmärkten tätig sind, werden zunehmend komplexer und unterliegen häufigen Änderungen und Anpassungen durch die regulierenden Gremien und Behörden. Beispiele für geltende und anstehende Anforderungen sind:

  • Basel III (Umsetzung ab 01.01.2014, mit umfangreichen Übergangsbestimmungen)
    Basel III setzt neue Standards für die Bestimmung von Mindestkapital, insbesondere vor dem Hintergrund individueller Risikoprofile der Finanzdienstleister.
    Neben den mit dem eigentlichen Ausfall eines Kontrahenten verbundenen Verlusten, werden durch Basel III auch Verluste durch Marktpreisänderungen des Credit Default Spreads (CDS) bilanzwirksam und müssen mit Eigenkapital hinterlegt werden. Dies erfordert die Brechnung des Credit Value Adjustment (CVA) Wertes und seiner Sensitivität bezüglich des CDS.
     
  • Prudent Valuation (Umsetzung ab 01.01.2014, finaler Standard seit 28.02.2016)
    Zu einem "fairen" Wert eines Assets sind Wertanpassungen zu bestimmen, die verschiedenen Bewertungsunsicherheiten Rechnung tragen. "Additional value adjustments" (AVAs) aus bis zu neun Risikokategorien ergeben einen Vorsichtswert (prudent value), der Kernkapital- und bilanzierungsrelevant ist.
    Neben dem oben bereits erwähnten CVA gehört zu den AVAs unter anderem auch
    - FVA (funding value adjustment) als Refinanzierungskostenrisiko,
    - Modellrisiken (zum Beispiel Fehlerhafte Fair Values bei extremen Martsituationen),
    - Konzentrationsrisiken (zum Beispiel beim Aufbau einseitiger Asset Positionen).
     
  • Fundamental Review of the Trading Book - FRTB (Umsetzung ab Ende 2019)
    Regulierungsforderungen für Marktrisken werden mit FRTB auf eine grundlegend neue Basis gestellt. Wichtige Neuerungen sind hier:
    - Expected Shortfall löst den Value-at-Risk Ansatz ab
    - Höhere Anforderungen an die Konsistenz von P&L Veränderungen zu Marktpreisentwicklungen und Marktrisikopositionen in den Handelsbüchern
    - Modelle werden auf Handelsdesk Ebene validiert und reguliert.
    - CVA Sensitivitäten müssen für Marktpreisrisiken ausgewiesen werden.
     
  • MiFID II (Anwendung ab 03. Januar 2018)
    MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) bezeichnet eine Richtlinie der EU, die sich auf die Finanzmärkte des europäischen Binnenmarktes bezieht. Ziel dieser Richtlinien ist die Harmonisierung und Verbesserung der Finanzmärkte hinsichtlich Transparenz, Anlegerschutz und Sicherung der Integrität der Marktteilnehmer. Wichtige Bestandteile sind unter anderem:
    - Erweiterte Berichtsanforderungen bei Handel von OTC-Derivaten und strukturierten Produkten (zum Beispiel zum Nachweis der "best execution" Anforderung)
    - Umzug von nicht-regulierten OTC Geschäften auf regulierte Platformen
    - Einbindung von Rohstoff-Derivaten in die Regulierung
     
  • REMIT (Anwendung seit 07. Oktober 2015)
    REMIT ist eine Verordnung der EU zur Verbesserung der Transparenz und Stabilität im europäischen Energiegroßhandel. Sie betrifft nicht nur den Handel mit physischen Instrumenten und Energiederivaten, sondern auch die Erzeugung, Übertragung und Speicherung von Strom- und Gas-Anlagen. Wichtige Inhalte von REMIT sind unter anderem:
    - Meldung von getätigten Transaktionen an den Energiebörsen und bei Energiebrokern
    - Erfassung von Fundamentaldaten der Energieanlagen, und instantane Meldung von Ausfällen

Diese regulatorischen Anforderungen stellen sowohl modellseitig, wie auch auch IT-technisch eine große Herausforderung dar. Eine integrierte Implementierung von Markt- und Stammdatenbanken, der Modellkernbibliothek, sowie der Aggregations- und Reportingfunktionalitäten ist notwendig um ein operativ stabiles und flexibles Setup zu erzeugen. Auf solch einer Basis können auch weitere, heute noch unbekannte Anforderungen bedient werden.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie an einer Beratung oder Umsetzung zu einer regulatorischen Anforderung interessiert sind. Kontaktieren Sie uns um gemeinsam zu eruieren, ob vereinfachte Standards für Ihr Unternehmen ausreichen.

 

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